Zeit für Weiblichkeit - Berührungskunst -
Über mich
 
Marina Lahann
 
Schauspielerin, Klinik Clown, Theaterpädagogin und Märchenerzählerin.
Massagen und tantrische Körperarbeit.
 
 
Meine Arbeit mit Frauen ist geprägt durch Erfahrungen und Lernen bei Michaele Vimalmani Kuhn und Frank Fieß am Insitut für Lebenskunst und Tantra in Berlin, die Satsangs mit Isaak Shapiro, Frauenzeiten mit Roza Mayonah Bliss, Leah Söhner und meine Arbeit im Tantramassage Institut Dakini Stuttgart und der Tantralehrerin Diana Richardson

Ich komme aus den Tempeln
Ich spreche von einer kollektiven Seelengeschichte der Frau die ich trage, für die ich stehe und die sich mir über meine persönlichen Heilungsweg offenbart hat.

Ich komme aus den Tempeln in denen der Göttin gedient wurde. Ich war in einer lebendigen Schwesternschaft verbunden und liebte die Männer. Ich wusste um die Kraft meines Schoßes und gab mich den Männern gerne hin, öffnete mich ganz, um sie an der göttlichen Quelle in mir ankommen zu lassen. Es war ein heiler und heiliger Kreislauf in der Liebesverbindung. 
In vielen Frauen ist die Erinnerung und die Sehnsucht an diese Heiligkeit und Einheit noch lebendig.
Dann aber begann eine neue Zeit. Männer kamen und schändeten unsere Tempel. Schändeten, missachteten und zerstörten das Weibliche. Gewalt und Grauen herrschten und
bis heute steckt manchen Frauen der Schrecken, die Angst und das Trauma dieser  männlichen Gewalt in den Knochen und in den Zellen.
Als ich mich wieder gesammelt hatte und zu Kräften kam, spürte ich den heiligen Zorn in mir aufsteigen. Und  wie eine Jeanne D´Arc stand ich da, eine Heerschar von Frauen hinter mir. Ich nahm das Schwert - es begann der Rachefeldzug! Ein nicht minder furchtbares Gemetzel. Ich habe gemordet und getötet. Das Männliche vernichtet wo es nur möglich war. In diesem Kampf habe ich vollkommen vergessen worum es eigentlich ging. Für die Liebe kämpfte ich und verlor mich in blindem Hass und Racheakten.  

Für manche Frauen dauert dieser Rachefeldzug  bis heute an.
Schließlich kam ich wieder zu mir und sah was ich angerichtet hatte. Was für ein Blutbad, was für ein großes Schlachtfeld.  Geschockt und  erschüttert sah ich zu was für schrecklichen Taten ich fähig war. Traumatisiert durch die eigene Agression. Ich zog mich zurück vom Leben - ich hatte Leben genommen, wie konnte ich da weiter leben. Ich zog mich zurück von den Männern. Ich zog mich zurück ins Kloster. Die christliche Zeit hatte inzwischen längst begonnen.  Nun diente ich einem Gott statt der Göttin und statt der Schwesternschaft hatte ich den Orden und Nonnen um mich herum. Hinter den dicken Klostermauern war ich sicher - vor den Männern - vor der Gewalt der Männer, vor meiner eigenen Gewalt an den Männern und vor der Sehnsucht nach Hingabe an die Männer. Nein die Männer waren es nicht mehr würdig das wir uns ihnen öffnen.  So verweigerten wir uns den Männern und trennten uns selbst von unserem Schoßraum, der Lust und der Liebe die darin wohnt und packten sie weit weg. Genauso schnitten wir uns von unserem heiligen - oder nicht so heiligen Zorn ab - damit auch von unserer Kraft denn die hatte sich im Kampf gebündelt. Die Kirche hat “gute” Arbeit geleistet. Ein Gelübde nach dem anderen legten wir durch sie auf unsere Sexualität und Kraft. 
Es gibt immer noch viele Frauen die sich innerlich im Kloster befinden. Diese Gelübde wirken bis heute in vielen Frauen und verhindern den freien Fluss der sexuellen Energie und schöpferischen Lebenskraft.
Jetzt aber, in dieser Zeit kommen wir aus den Klöstern heraus und erinnern uns.  
Es gibt Räume in denen wir die Angst und den Schecken vor der männlichen Gewalt noch mal fühlen dürfen ohne, daß eine Gefahr besteht - Räume wo wir diesen heiligen Zorn auf die Männer die unsere Weiblichen Tempel schändeten, diese Raserei, diesen Haß der uns in den Knochen steckt fühlen dürfen ohne das wir weiteren Schaden anrichten  - Räume in denen alte Gelübde aufgelöst werden können und an Kraft verlieren. Wir erinnern uns an unsere Schoßkraft und die Liebe. Wir erinnern uns an unsere Tiefe Sehnsucht den Mann zu lieben und mit dem Männlichen zu verschmelzen  - eins zu werden. Wir beginnen unsere Schöße zu heilen und wieder zu vertrauen dass Männer würdig sind in diese Heilige Hallen einzutreten. Wir erkennen die Wichtigkeit unserer Hingabe. Uns in Hingabe dem Mann, dem Leben zu schenken in dem wir unseren Schoß öffnen und der Schöpfung damit wieder zur Verfügung stehen.
 
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